Geschichte der EZ

1956 lag das Hauptziel der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) noch in der Eindämmung des Kommunismus. Die BRD sollte einen Beitrag leisten und aktiv in der Entwicklungspolitik (vor allem in Afrika) werden. Das deutsche Parlament drängte auf die Gründung eines eigenen Ministeriums – das heutige Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ): Die Entwicklungspolitik Deutschlands lässt sich laut Prof. Dr. Michael Bohnet, welcher hier in Bonn vorgesprochen hat, in 8 Phasen aufteilen.

1. Unter Walter Scheel (1961-1966) wurde die Entwicklungspolitik als Instrument der Deutschlandspolitik gesehen. Hauptsächlich ging es hierbei um die Verhinderung, dass andere Staaten die DDR als eigenständiger Staat anerkennen. Deutschland förderte in denen Ländern, die sich gegen die Anerkennung der DDR aussprachen, entwicklungspolitische Projekte. So kam es schließlich dazu, dass zu Beginn der EZ in 120 Länder eine Entwicklungszusammenarbeit eingeleitet wurde. Hans-Jürgen Wischnewski (1966-1968) setze in seiner Zeit die Selbtbestimmingsrechte der arabischen Länder auf die Agenda. Geprägt durch die 1. Wirtschaftskrise wurden schließlich auch Lieferbindungen eingeführt. (z.B. sollte bei Projekten dann deutsche Technik verwendet werden.) Damit bewegte sich die Entwicklungspolitik im Dienst der Arbeitsbeschaffung und Arbeitssicherung.

2. Phase – folgt demnächst…

Loves and Fishes Network – Praktikum in Südafrika

Im Septmeber 2014 hatte ich die Moeglichkeit ein zweiwoechiges Praktikum bei Loaves and Fishes Network in Suedafrika zu machen. Diese Organisation kenne ich bereits seit 2011 und schaetze deren Arbeit sehr. LaFN unterstuetzt Kinder, die von Gewalt, Armut und HIV/Aids betroffen sind. Dazu leistet die Organisation vielfaeltige Unterstuetzung:

1. Ein Trainingsprogramm / Workshops fuer die Kindererzieher*innen

2. Essenslieferung an die jeweiligen Center

3. Ausbau der Infrastruktur

Neben einen Einblick in die Arbeitsweise der non-Profit Organisation habe ich auch den Freiraum bekommen einen eigenen Workshop zum Thema „Anti-Bias Erziehung“ zu halten.

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Es war eine sehr interessante Zeit.

LaFN Teaser

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

Die ersten 3 Tage bei Loaves and Fishes Network sind nun vorbei und da ich dort allerhand zu tun habe, komm ich leider auch gar nicht mehr dazu genau über meine Arbeit zu berichten. Ich mag jetzt nur kurz anschneiden, was ich erlebt, gelernt und gesehen habe.

Am Montag bin ich zusammen mit Luwazi zu 12 der Kindergärten gefahren, um dort das monatliche Essen abzuliefern. Loaves and Fishes hat ein Netzwerk mit Schulen aufgebaut, die einmal im Jahr Essen spenden. Hierunter zählen natürlich nur haltbare Sachen, wie Bohnen und Mais in Konserven. Weitere Lebensmittel, wie Reis, Maismehl und andere Sachen, die zum Kochen nötig sind, kauft LaFN ein und verteilt sie dann in den Centers. Gemüse, also frische Sachen, werden in den Kindergärten selbst angebaut. Diese Gärten werden von Dorfbewöhner*innen betreut. Also ich hab das Essen mit ausgeliefert (echt krasse Orte, an denen Menschen leben) und auch Fotos gemacht, welche noch für die Kindergärten ausgedruckt werden müssen und welche auch für Werbezwecke genutzt werden können. Und da einzelne Kindergärten echt in ländlichen, also so richtig ländlichen Regionen (wo es kein Strom oder Wasser oder Straßennahmen gibt) liegen, habe ich entsprechend noch die GPS Daten gesammelt.

Hier schonmal ein paar Abfotografiert Fotos von meiner Kamera. Muss die Sache mal bei Gelegenheit noch hochladen.

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Mit technischer Arbeit ging es dann am Dienstag weiter. Loaves and Fishes arbeitet bereits seit vielen Jahren in diesem Bereich und dementsprechend sind auch zahlreiche Dokumente auf dem Server, die niemand mehr braucht, oder auch niemand mehr findet, weil alles ein riesieges Abspeicherungs-Chaos war. Das Datenchaos hat nun ein neues Gesicht, ich hoffe, ein besseres und leicht bedienbares. Und dann gibts da noch Dropbox was auf dem Linux Server installiert werden musste… Aber da konnte ein Praktikant von Little Pig CC helfen. Für Little Pig werde ich in den kommenden Wochen hin und wieder wohl auch ein Workshop geben. Z.B. Teambuilding und Projektmanagement…

Und heute, ja heute war ein guter Tag. Ich konnte anfangs von zu Hause aus arbeiten und dementsprechend sehr produktiv sein. Ich hab ein Konzept für ein Workshop erstellt, den ich anschließend dann für die Kindergärtnerinnen geben werde. Hierbei geht es um den Anti-Bias Ansatz und die 4 Ziele der Vorurteilsbewussten Kindererziehung und Bildung. Dazu werde ich, sofern ich Zeit habe, nochmal ausführlicher einen eigenen Eintrag schreiben, da die Thematik hochinteressant ist, jedoch aber auch etwas komplexer. (Könnte eventuell ein Thema meiner nächsten Hausarbeit werden). Mein Konzept hab ich dann einer Trainerin von LaFN erklärt und sie schien sehr beeindruckt, was ich nicht erwartet habe. Das hat mir etwas Motivation gegeben und ich werde nun weiter an diesem Workshop arbeiten, eventuell noch weitere konzipieren, die dann mit in das Trainingprogramm von LaFN aufgenommen werden.

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Auf http://www.kinderwelten.net bekommt ihr mehr Informationen über mein Thema, welches ich genauer betrachte.

Zum Abschluss des Tages traf ich noch eine Freundin, Angela, die ich bereits 2011 hier in Südafrika getroffen haben und die zu einer meiner ersten Freundinnen gehörte. (Sie ist auch Veganerin und arbeitet für eine NGO die viel mit Kids macht, …)

Jetzt sitz ich hier, die Hunde klopfen gerade an die Tür, also lass ich sie mal rein und wünsche euch damit auch einen entspannten Abend 😉

 

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